Der Kölner Opernbrunnen von Jürgen Hans Grümmer

Nach Fertigstellung des neuen Kölner Opernhauses (1952-1957,Wilhelm Riphahn und Hans Menne) und des Anfang der 1960er Jahre errichteten Schauspielhauses wurde der Kölner Offenbachplatz vor der Eingangsfront des Opernhauses, der zuvor als Parkplatz genutzt wurde, in den Jahren 1966-1967 nach Plänen Grümmers neu gestaltet. 

Ulrich Krings, Kölner Stadtkonservator a.D. schreibt über den zentralen Mosaikbrunnen vor der Oper: "Der über Kreisgrundriss errichtete Laufbrunnen zeigt unterschiedlich gestaltete Betonteile, z.B. den markanten „Brunnenbogen“ (wieder durch textile Schalung geformt), kombiniert mit teilweise kuppelartig gekrümmten Flächen aus Kleinstein-Mosaik und Keramiksplittern. Diese farbigen Elemente sind Geschenke der Firma August Wagner (Puhl & Wagner) aus Berlin. Es handelt sich zum einen um das Mosaik-Fragment „Apostelkopf“, ein Probestück für die Mosaik-Ausstattung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin; zum anderen handelt es sich um Keramiksplitter aus einem Baderaum der Luxusyacht „Christina“ des griechischen Reeders Onassis, die damals als Muster bei der Berliner Firma lagerten. Wegen starker Verkalkung sind die ehemals stark leuchtenden Farben heute (März 2010) nicht mehr zu erkennen. Auch die Wasserdüsen sind stark verschmutzt, verbogen oder fehlen vollständig. Die Beleuchtung wurde schon vor Jahren demontiert, die Wasserfontänen stark verkürzt eingestellt; der Brunnen macht insgesamt einen vernachlässigten Eindruck." Die Beleuchtung des Brunnens wurde schon vor Jahren entfernt, so dass lange Jahre der Brunnen einen farblosen, tristen Eindruck machte. Im Zusammenhang mit der Sanierung von Oper und Schauspielhaus rückt nun auch die Sanierung und Restaurierung des denkmalgeschützten Opernbrunnens wieder in öffentliche Interesse der Kölner Bürger und Opernbesucher.

Der Arbeitskreis „Denkmal des Monats“ im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (RVDL), Ortsverband Köln, stellte deshalb den Opernbrunnen als "ausgesuchtes Objekt von besonderer denkmalpflegerischer Bedeutung" als Denkmal des Monats September 2010 der Öffentlichkeit vor.
Helmut Fußbroich über den Opernbrunnen im "Skulpturenführer Köln"
Ulrich Krings, Stadtkonservator a.D. zum Offenbachplatz

Die Restaurierung des unter Denkmalschutz stehenden Opernbrunnens ebenso wie die Sanierung der Gesamtgestaltung des Offenbachplatzes sind in Arbeit. Mit der Sanierung des Offenbachplatzes wurde das Planungsbüro WESLandschaftsArchitektur beauftragt.

Ebenso wie die Sanierung des Offenbachplatzes - zeitlich parallel zur Sanierung von Opernhaus und Schauspielhaus - soll auch die denkmalgerechte Restaurierung des Opernbrunnens  2015 abgeschlossen werden

Die Sanierung des Mosaikbrunnens liegt in der Verantwortlichkeit der Gebäudewirtschaft der Kölner Stadtvewaltung.

Seit 2010 kümmert sich die Tochter des verstorbenen Brunnen-Künstlers Grümmer um die Akquirierung erster Spendengelder zugunsten von Brunnenwasser und Sanierungsmaßnahmen. Unter dem Motto Schokolade naschen für den Denkmalschutz bot sie Opernbrunnen-Spenden-Schokoladen an, um so die Sanierungsbedürftigkeit des Brunnens ins öffentliche Bewußtsein zu bringen und eine Finanzierung anzuschieben.

2010: Der WDR berichtet in der "Lokalzeit" (Autorin: Judith Levold) über die Rettungsaktion zu Gunsten des Opernbrunnens

2011: "Schokobrunnen trifft Opernbrunnen" im Kölner Schokoladenmuseum

 

Kölner Stadt-Anzeiger am 21. Dezember 1966
Kölner Stadt-Anzeiger am am 12. Juli 1967

Wissenswertes und Geheimnisvolles

Was haben Apostel Petrus und eine griechische Diva im Kölner Opernbrunnen zu suchen?

Wo ist in der Innenstadt für Kölner Pänz schon seit 1967 fröhliches Planschen ausdrücklich erwünscht?

Warum sprudelte es sogar schon mitten im kalten Winter meterhoch vor der Kölner Oper?

Fast zehn Jahre nach der Fertigstellung des Kölner Opernhauses schießt am 21. Dezember 1966 um 16 Uhr erstmals Wasser aus den 44 Düsen des Opernbrunnens. Wahrscheinlich ist es das einzige Mal, dass in Köln drei Tage vor Weihnachten ein Brunnen sprudelte.

In die farbenfrohen Mosaikteile des Brunnens integrierte Grümmer originale Fragmente aus dem Schwimmbad der Luxusjacht "Christina" des griechischen Reeders Onassis ebenso wie einen Apostelkopf aus der Mosaikausstattung der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche – größere Gegensätze lassen sich kaum vorstellen.

So wie die Operndiva Maria Callas schon über dieser Mosaikteilchen gebadet hat, so tauchen nun seit mehr als vierzig Jahren Jung und Alt vor der Oper ihre Füße ins Wasser. Entspannung und Lebenslust mitten in der Stadt. Vorausgesetzt, die Sonne wärmt und der Brunnen führt Wasser.

Der Opernbrunnen - ein Sommertraum
Jetzt, in den warmen und heißen Sommertagen ist Leben an diesem Brunnen. Die Leute stehen nicht nur um ihn herum, sie sitzen auf seinem Rand, Der Rand ist hoch genug, daß das Sitzen bequem ist, und er ist so breit, daß man sich auch auf ihm ausstrecken kann, Man braucht dann nur noch die Hand ins Wasser zu tauchen. Oder auch die Füße. Warum eigentlich nicht? Kinder und junge Leuten waten durch das Wasser. Kein Zweifel, hier ist ein Brunnen, der benutzt wird“, beschreibt der Kölner Stadt-Anzeiger das städtische Leben am Offenbachplatz an einem Julitag im Jahr 1967.

Naschen für Köln

Kölner Dom
Kölner Opernbrunnen (Champagner)
Einblick - Ausblick
Kölner Opernbrunnen (Espresso)

Unter dem Motto "Naschen für Köln" unterstützte KölnTouismus im Im Dezember 2011 und Januar 2012 die Aktion: Mit schokoladigen "kölschen" Souvenirs für unsere Gäste aus aller Welt.

 

2012: Die Schokoladenaktion für die Rettung des Opernbrunnens geht weiter

Rigoletto
Opernbrunnen
Meistersinger
Wasserspiele
im Kartenservice der Oper
im Kartenservice der Oper
Der Schokoladenstand während der Premiere von RIGOLETTO
Judith Grümmer und Johannes Hess

Kann Schokolade den denkmalgeschützten Mosaikbrunnen vor der Kölner Oper vor weiterem Verfall retten? Kann Naschen den Brunnen wieder zum Sprudeln, Leuchten und Strahlen bringen? Ja!

Seit dem 16. März 2012 in der Kölner Oper

Die Spendenaktion zur Sanierung des Kölner Opernbrunnens, die vor fast genau einem Jahr in der Oper begann, hat sich unterdessen zu einer süßen Erfolgsgeschichte entwickelt, die die Kölner Oper auch dieses Jahr wieder unterstützen möchte:

Die Premiere von „Rigoletto“ am 15. März war der Auftakt zur diesjährigen Schokoladen-Spenden-Aktion für die fachgerechte Restaurierung des Mosaikbrunnens vor der Kölner Oper.

Ab dem 16. März bietet der KARTENSERVICE der Kölner Bühnen vier Aktions-Schokoladen (Brunnen-Schokolade, Rigoletto-Schokolade und Meistersinger-Schokolade) an. Außerdem unterstützt während der Opernabenden im Opernhaus auch die Gastronomie VINTAGE die Spendenschokolade zum Verkauf an, damit viele Kölner Bürger und Opernbesucher mitnaschen können.

 

Naschen Sie mit

Mehr Informationen zum Maler und Bildhauer Grümmer, der den Opernbrunnen realisiert hat, finden Sie hier

Kölner Opernbrunnen

Protokoll der Restaurierung

Medien

Die Initiatorin

Opernbrunnen-Aktion

Buch-Aktion

Spenden

News

Der Künstler Grümmer

Februar 2016: Beleuchtung und Möblierung

Die LED-Beleuchtung soll den Mosaikbrunnen in Zukunft auch im Winter beleuchten. Mehr

Juli 2015: Die Sanierungsarbeiten rund um den Kölner Opernbrunnen haben begonnen

Die Umbauarbeiten an den Gebäuden von Oper und Schauspiel am Offenbachplatz befinden sich auf der Zielgeraden. siehe Protokoll der Restaurierung und Medien

 

Mai 2015: Die Restaurierung des Opernbrunnen geht in die entscheidende Phase

mehr

31. Oktober 2014 - DAS FEATURE ÜBER DEN BRUNNENKÜNSTLER

20.15 bis 21 Uhr im Deutschlandfunk
Mein Vater, der Maler

Ein Familienleben im Lichte der Kunst
Von Judith Grümmer
Mit Sechzehn wird Jürgen Hans Grümmer (1935 - 2008) jüngster Meisterschüler an den Kölner Werkschulen, mit Zwanzig gilt er als Geheimtipp der Kunstszene. Mit Zweiundzwanzig hat er Frau und Tochter. Er ist noch keine 30, als er den Kölner Opernbrunnen gestaltet. Mehr

Oktober 2014: Die Vorbereitungen für die Restaurierungsarbeiten haben begonnen

Rechtzeitig vor Beginn der Winterzeit haben nun die Vorarbeiten für die Restaurierung des Operbrunnens begonnen.

Zur Zeit befreit der Diplomrestaurator Stefan Gloßner gemeinsam mit seiner Mitarbeiterin die Mosaikflächen von ihren Verkalkungen. Anschließend wird ein Restaurierungskonzept erstellt werden.

Wir hoffen, Sie künftig an dieser Stelle auf dem Laufenden halten zu können. Mehr

Sprudelzeit reloaded

Wassily Nemitz berichtet im Onlineportal MeineSüdstadt.de:
Es ist noch kein Jahr her, seitdem die ersten 6000 Euro offiziell an die Stadt übergeben worden sind – doch schon jetzt möchte Judith Grümmer nachlegen: Denn auch dieses Jahr soll er wieder sprudeln, der 1966 von ihrem Vater Jürgen Hans Grümmer geschaffene Opernbrunnen auf dem Offenbachplatz. Und - darüber hinaus endlich saniert werden. ...
Mehr

Ab 15. März 2012 in der Kölner Oper

Die Schokoladen- Spendenaktion zu Gunsten des Kölner Opernbrunnens
Pressetext

Das Opernquartier - 2015

Die Computer-Visualisierungen des Bühnen-Ensembles am Offenbachplatz, wie es nach der Sanierung aussehen wird, demonstrieren bereits auf den ersten Blick, wie respektvoll die Sanierungsarchitektur mit der denkmalgeschützten Bausubstanz umgeht.

Erste Entwürfe zur Sanierung des Offenbachplatzes

Im Rahmen der Sanierung der Bühnen Kölns werden auch die Freiräume des Opernquartiers neu gestaltet: WES & Partner stellt nun die ersten Pläne vor.

Medienberichte zum Planungsstand 2011

23. November 2011 Der große Offenbachplatz bekommt das verblichene Muster des Künstlers Jürgen Hans Grümmer in aller Farbenpracht zurück. weiter

15. November 2011 Opernquartier als neues Zentrum

19. November 2011 Die Vorfreude kann beginnen

Die Kölner Stadtkonservatorin Dr. Renate Kaymer im Mai 2011: "Die Aktion "Schokobrunnen trifft Opernbrunnen" ist aus meiner Sicht ein äußerst positives Beispiel für ein engagiertes und zielorientiertes Bürgerengagement, das uns hilft unverzichtbare Identifikationspunkte in unserem Stadtbild wieder in den postiven Blickpunkt aller zu rücken.´"
Und der Intendant der Kölner Oper, Uwe Eric Laufenberg betont: "Für die Gestaltung des Offenbachplatzes ist der Brunnen von zentraler Bedeutung. Nur wenn der Brunnen intakt ist und sprudelt, hat der Offenbachplatz eine Chance, ein lebendiger Mittelpunkt Köln zu sein."

Sprudelzeit...

Endlich hat sie es geschafft: Baudezernent Bernd Streitberger höchstselbst findet den Weg in die Südstadt, genauer gesagt ins Schokoladenmuseum, wohin Judith Grümmer, gebürtige Südstadtpflanze und Tochter des 2008 verstorbenen Kölner Künstlers GRÜMMER, zusammen mit Museumsdirektorin Frau Maria Mrachacz eingeladen hatte. Mehr

31.Mai 2011 - 6000 Euro für Opernbrunnen

Für die Restaurierung des Kölner Opernbrunnens sind Spenden in Höhe von 6.000 Euro gesammelt worden. Judith Grümmer übergab den Spendenscheck gemeinsam mit Maria Mrachacz, Direktorin des Kölner Schokoladenmuseums, an die Kölner Bürgermeisterin Angela Spizig. Mehr