Grümmer. Maler und Bildhauer

Die Monografie "Grümmer. Maler und Bildhauer". Herausgegeben von Judith Grümmer-Kehrer. Mit Beiträgen von Jürgen Becker, Conny Czymoch, Diter Frowein-Lyasso, Thomas Hackenberg, Christopher Schroer und Jo Schulte-Frohlinde. Erschienen 2010, Lindlar, Verlag: Neue Sachlichkeit. (Das Buch ist im Buchhandel vergriffen. Wenige Restexemplare sind vorhanden. Kontakt)

Jürgen Hans Grümmer, (1935 - 2008), früh erfolgreich, bekannt durch sein Mosaik Europa auf dem Stier im Kölner Rathaus und seine Gestaltungen des öffentlichen Raums, ein von künstlerischer Kraft und Potenz strotzender Bildhauer. Als Maler leidenschaftlich und in seiner Bildsprache wortgewaltig, aber leise und zurückgezogen. Weil er die Gesetze des Kunstmarkes nicht kennt, die Spielregeln der Selbstvermarktung nicht beherrscht, nicht kann, nicht will oder verweigert?

Grümmer bleibt Zauderer, Zweifler, Zögerer, bis ins hohe Alter ein Getriebener, ständig auf der Suche nach dem Bild, das er noch malen muss. Er bleibt kompromisslos, vor allem gegen sich selbst: Was er tut, tut er mit Blick auf seine Kunst. Wenn er einkauft, dann wird das Gemüse erstmal gezeichnet, die Pfanne mit den Bratkartoffeln in ihrer Struktur betrachtet. Die Zigarilloasche bewahrt er, um sie in Farbe einzurühren. Der Kaffee ist extra stark, fürs Kolorieren, nicht zum Trinken. Traubenrispen, Orangenschalen, zerdrückte Dosen und Spinnenhäutungen, nichts wird weggeworfen, bevor es gezeichnet ist. Wenn er liebt, dann wird die Frau zur Muse, die er mit Zeichenfeder, mit Kreide, Kohlestift oder Pinsel liebt. Jeder Stein, jedes Strandgut … alles ›atmet‹ in Bildern, inspiriert ihn.

Dieser Elan, der ihm im Alltag irgendwann abhanden gekommen zu sein scheint, diese Kraft und die künstlerische Potenz, an der er irgendwann zweifelt, das strotzende Selbstbewusstsein, das sich irgendwann einfach aufgelöst hat, auch das ist Grümmer. Als alter Mann, findet er alles wieder: Kraft und Elan. 

Irgendwann beweist er sich fast ein Jahr lang, Nacht für Nacht, dass er kleinstformatig arbeiten und als Künstler, selbst wenn er nur noch diese eine Hand bewegen könnte, seine Sprache nicht verlieren wird. Als diese Angst überwunden ist, werden seine Arbeiten wieder großformatig. Und er, der Maler ist wieder da.

Themen und Fragestellungen, die den jungen Grümmer schon beschäftigten, greift er im Verlaufe des Lebens immer wieder auf und führt sie weiter, betrachtet sie von vielen Seiten, verändert Perspektive und Technik, gibt sich erst zufrieden, wenn er meint, eine akzeptable Antwort gefunden zu haben.

Und immer wieder ist es das Leben, das was Leben mit Menschen macht, was es ihnen abverlangt, zumutet, wozu es herausfordert, was Grümmer in seinen Arbeiten zeigt.

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September/Oktober 2017

HANDFESTE BEGEHRLICHKEITEN UND EROTISCHE SPIELEREIEN. In der Ausstellungreihe "Dozenten und Meisterschüler der Kölner Werkschulen" zeigt der KulturRaum[Altstadt] vom 7. September bis zum 5. Oktober 2017 Malerei, Grafik, Plastiken des Kölner Malers und Bildhauers Grümmer. Mehr - EINLADUNG zum Download

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An Orten das Besondere suchen

Grümmer hat selbst vorgezeichnet, wie man mit seinem Werk am besten umgeht: indem man an Orten das Besondere sucht und grundlegende Gedanken dort bündelt. So kommt es zur Struktur dieses Ausstellungsprojekts, dass 2016 an mehreren Orten  zu sehen war. Zeitlich begrenzt das Projekt, nicht jedoch die Kunst im öffentlichen Raum - ein Wanderbuch führt Sie zu den Orten, die Grümmer gestaltet hat. Mit Texten u.a. zur Sanierung des Kölner Offenbachplatzes und Kölner Opernbrunnen. Mehr

 

EIN WANDERBUCH. Hrsg. von Dr. Johannes Stahl, mit Texten von Wolfgang Betz, Markus Greitemann, Judith Grümmer, Dr. Johannes Stahl und Erich Witschke. (Erhältlich - Nachfragen über Kontakt)

Die erste Monografie zu Jürgen Hans Grümmer ist im Oktober 2010 erschienen, Restbestände sind erhältlich.

Juni 2016: Tag der Architektur 2016

Im Juni 2016 konnten erstmals die weitgehend abgeschlossenen Restaurationsarbeiten am Opernbrunnen und die Planungsgrundlagen und technischen Herausforderungen bei der Wiederherstellung des Offenbachplatzes durch WES Landschaftsarchitekturbüro den Besucherinnen und Besuchern vorgestellt werden.

Februar 2016: Beleuchtung und Möblierung

Die LED-Beleuchtung soll den Mosaikbrunnen in Zukunft auch im Winter beleuchten. Mehr

Juli 2015: Die Sanierungsarbeiten rund um den Kölner Opernbrunnen haben begonnen

Die Umbauarbeiten an den Gebäuden von Oper und Schauspiel am Offenbachplatz befinden sich auf der Zielgeraden. siehe Protokoll der Restaurierung und Medien